Besuch beim Kick-off-Meeting zur ARD-Themenwoche

Am 30. Januar machten sich sieben Jugendliche aus dem Netzwerk des SV-Bildungswerks nach Köln auf, um dort am WDR-Kick-off-Workshop „Zukunft der Bildung“ zu partizipieren. Dort trafen sich in den folgenden zwei Tagen verschiedenste Mitglieder aller ARD-Rundfunkanstalten, um mit einem informativen Ereignis die Planungen der ARD-Themenwoche 2019 starten zu lassen.

Seit 2006 ist die Themenwoche der ARD ein Event, wo alle Sendeanstalten der ARD parallel in allen Hörfunk- und Fernsehprogrammen ein besonderes Thema als Schwerpunkt behandeln. Während in den vorherigen Jahren Themen wie Glaube, Ernährung, Gerechtigkeit, Krebserkrankungen oder Glück behandelt wurden, wird die Thematik in diesem Jahr Bildung, genauer gesagt die „Zukunft der Bildung“ sein.

Die Klima-Botschafter*innen und SV-Berater*innen des SV-Bildungswerks sollten hierbei eine andere Perspektive mitbringen und das Thema Bildung nochmal von einem anderen Gesichtspunkt beleuchten, sowie eine freundlich-kritische Rückmeldung zu den Workshops am ersten Tag geben.

Neben unseren sieben Vertreter*innen wurden außerdem eine Reihe von Referent*innen eingeladen, sowie einige Menschen, welche aufs Podium eingeladen wurden. An der Podiumsdiskussion haben Annegret Kramp-Karrenbauer als Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbands, Helmut Holter als Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Suat Yilmaz als Leiter der Landesweiten Koordinierungsstelle „Kommunale Integrationszentren“ NRW, Bettina Kubanek-Meis als Schulleiterin der Gesamtschule Barmen sowie Thomas Leubner als Chief Learning Officer der Siemens AG teilgenommen. Aus unserer Sicht gab es dabei zu bemängeln, dass zwar auf eine perspektivische Diversität im Podium geachtet wurde, jedoch kein*e Vertreter*in einer Zielgruppe von Bildung dort war.

Während in der Podiumsdiskussion noch wenig von der Schüler*innen- und Studierendenseite aus teilgenommen wurde, gab es eine aktive Beteiligung in den darauffolgenden Workshops zu den Themen Digitalisierung, Schulalltag und Diversität. In einem darauffolgenden 45-minütigen Abschnitt, welcher als „Das hat uns überrascht! Ein freundlich-kritischer Perspektivwechsel“ im Programm gelistet war, wurde dann von Seiten unserer sieben Jugendlichen eine kritische Rückmeldung zu den Workshops gegeben, die eigenen Gedanken zum Thema Bildung und Schule, sowie die Wünsche an die ARD Themenwoche 2019 geteilt. Die Redebeiträge differenzierten sich weitestgehend von den Ansichten und Perspektiven, welche vorher in den Workshops und Diskursen geteilt wurden und boten so einen wichtigen, weiteren und anderen Blickwinkel. Nahezu alle Redebeiträge stießen auf große Zustimmung und Zusprache und die Kritik, welche vor allem darin bestand, dass Entscheidungspersönlichkeiten wie so oft über Menschen – in diesem Fall Schüler*innen und andere Lernende – in den Diskurs treten, jedoch fast nie mit ihnen, traf auch auf große Annahme.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Vertreter*innen des SVB eine sehr wichtige Aufgabe übernommen haben und Perspektiven in die Planung brachten, welche nicht einmal in Erwägung gezogen wurden. Die Veranstaltung war in vielerlei Hinsicht beispielhaft, wie wichtig Partizipation aller Personengruppen in der Thematik Bildung ist, und wie viel wertvolles dabei herauskommt. Schade allerdings war, dass beide Vertreter*innen der Politik (Annegret Kramp-Karrenbauer und Helmut Holter) während des Redebeitrags unserer Jugendlichen nicht mehr da waren und somit an diesem Ort die politischen Persönlichkeiten unsere Perspektiven nicht mehr mitbekommen konnten.

Wir danken dem WDR und seinen Verantwortlichen herzlich, dass wir dabei sein konnten und freuen uns darauf, auch künftig weiter über Schüler*innenbeteiligung zu diskutieren!

von Tibor Neuling