SV-Kongress » Programm

 

Der Kongress bietet ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Workshops, kulturellen Beiträgen und Nachtstudios. Das eigentliche Herz des Programms ist jedoch die Homezone, in der du mit 7-9 anderen Jugendlichen jeden Abend das Erlebte reflektierst und eigene Projektideen entwickelst, wie Schule diesen Herausforderungen begegnen und Demokratie aktiv gestalten kann. Als Teil der Gesellschaft hast du es in der Hand, mit deinen Projekten etwas anzustoßen! In der Homezone hast du auch die Möglichkeit, spannende Menschen und ihre Ideen kennenzulernen, alte Bekannte wieder zu treffen und neue Bündnisse zu schmieden. Am Sonntag können dann alle Projektideen vorgestellt und mit den anderen diskutiert werden. Alle Infos zum Programm findest du im Reader für Teilnehmende.

Workshops Freitag 10:00 – 13:00 Uhr

Männlichkeiten in der Schule - Schule der Männlichkeiten?

"Jungen als Bildungsverlierer", "Männliche Pädagogen als Vorbilder", "Disziplin statt Kuschelpädagogik" - in den Medien werden Männlichkeiten in Schulen immer wieder diskutiert. Aber wie sieht es eigentlich in den Schulen selbst aus? Wie kann eine geschlechterreflektierte Pädagogik mit Jungen aussehen? Wie soll Geschlechtervielfalt unter den Lehrer*innen erreicht werden? Und was hat Männlichkeit mit Partizipation und Demokratie zu tun? In diesem Workshop werden Überlegungen und Erfahrungen zum Thema Männlichkeit(en) in Schule vorgestellt und diskutiert.

Dr. Thomas Viola Reske ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Bildungsreferent bei Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V. (Berlin). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Männer und Männlichkeiten in Bildung und Arbeit, Geschlechterreflektierte Pädagogik, Sexualisierte Gewalt gegen Jungen.   

Was ist eigentlich Rechtspopulismus?

Das Wort Rechtspopulismus ist allgegenwärtig und taucht immer wieder in politischen Diskussionen auf. Aber was ist denn genau Rechtspopulismus? Und wie erkenne ich ihn überhaupt? Und was steckt dahinter? Gibt’s auch Rechtspopulismus in meiner Schule? Was hat Rechtspopulismus mit Antisemitismus und Rassismus zu tun? Gemeinsam erarbeiten wir uns die Bedeutung, Erscheinungsformen und Ursachen für Rechtspopulismus in Deutschland aus einer antisemitismus- und rassismuskritischen Perspektive. 

Berivan Köroğlu ist Bildungsreferentin in der Amadeu-Antonio-Stiftung im Modellprojekt „ju:an" - Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit.

Schule für Alle? – Geflüchtete im deutschen Schulsystem

Der Workshop „Schule für Alle? – Geflüchtete im deutschen Schulsystem“ will das Thema geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im deutschen Schulsystem beleuchten. Nach kurzer thematischer und begrifflicher Einleitung (z.B. Flüchtling, Asylbewerber*innen, Migrant*innen, Asylantrag, Schulpflicht) soll es vorwiegend um die tatsächlichen Möglichkeiten sowie Unmöglichkeiten als geflüchtete Person eine Schule in Deutschland besuchen, Schwierigkeiten und Chancen sowie mögliche Handlungsbedarfe und Handlungsansätze gehen. Die Workshopinhalte werden im Wechsel von theoretischem Input, persönlichen Erfahrungsberichten und interaktiven Blöcken gestaltet. 

Johanna Böhm ist gelernte Erzierherin und Sozialpädagogin. Sie engagiert sich privat und beruflich aktiv zu den Themen Flucht und Antirassismus. | Jassin Akhlaqi studiert Informatik. Und er engagiert sich ehrenamtlich für das Bündnis „Jugendliche ohne Grenzen“ (JoG). 

Frauen lieben Männer und andersherum?! Homo- und Trans*feindlichkeit an Schulen - und was wir dagegen tun können

Es gibt ausschließlich Männer und Frauen, Frauen begehren Männer und andersherum. So wird es uns tagtäglich vermittelt – durch Medien, Werbung, Gesellschaft und nicht zuletzt durch die Schule. Doch: Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung sind vielfältig. Menschen haben die unterschiedlichsten Körper, Geschlechtsidentitäten, Ausdrucksweisen und sexuellen Begehren. Menschen sind cis-weiblich, cis-männlich, inter*, trans*, inter-männlich, interweiblich, trans-männlich, trans-weiblich, genderqueer, nicht-binär, genderfluid, agender... Und sie begehren heterosexuell, lesbisch, schwul, bisexuell, pansexuell, demisexuell… oder auch gar nicht. Alle queeren Menschen, also alle, die nicht in die Norm der zwei Geschlechter und der Heterosexualität passen, erfahren unterschiedliche Formen der Diskriminierung, auch in der Schule. In Schulbüchern kommen queere Lebensweisen nicht vor, „schwul“ und „Lesbe“ werden auf dem Schulhof als Schimpfwörter benutzt, wer sich als trans* outet, wird oft ausgegrenzt. Muss das so sein? Wie können wir intervenieren, wenn an der Schule homo- oder transfeindlich diskriminiert wird? Wie können wir Lehrer*innen darauf hinweisen, dass homosexuelle Partnerschaften gleichwertig sind wie heterosexuelle? Was machen wir, wenn im Biobuch Sex nur zwischen Mann und Frau stattfindet und nur der Fortpflanzung dient? Wie können wir Mitschüler*innen unterstützen, die sich outen wollen? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit dir beantworten. 

Magdalena Müssig studiert Sozial- und Kulturwissenschaften mit einem Schwerpunkt in Gender Studies und gibt regelmäßig Workshops zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt für den Berliner Verein ABqueer e.V. | Jana Haskamp studiert Angewandte Sexualwissenschaft und ist aktiv beim Berliner Verein ABqueer e.V.  

Selektion im Bildungssystem als Gefahr für die Demokratie

"Zeig mir die Geldtasche deiner Eltern und ich sag dir deine Bildung!" Schon lange entscheidet, dass Elternhaus aus dem man kommt darüber, wie das spätere Leben einmal aussehen wird. Warum genau ist das eigentlich so und welche Folgen hat das für unsere Gesellschaft? Das erfährst du in diesem Workshop. 

Victoria Benz und Jasmin Chalendi sind im Bundesteam der Aktion kritischer Schüler_innen (AkS). Die AkS ist eine Organisation von und für Schüler*innen, die in Österreich für eine demokratische, sozial gerechte und angstfreie Schule und Gesellschaft kämpft.

 

Workshops Freitag 15:00 – 18:00 Uhr

Politik als Schulfach - politische Bildung an Schulen neu aufrollen!

Politikunterricht in der Schule - ein klassischer Ansatz, für Demokratiebildung in der Schule. Doch das findet häufig nur im Minimalumfang statt! Seit 7 Jahren machen sich Berliner Schüler*innen als initiierende Kraft in der Politik für "Politik als Schulfach" stark - wie es aussieht mit Erfolg! Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:

- Wie ist die bundesweite Situation in Bezug auf politische Bildung und Politikunterricht?

- Ideensammlung: Wozu braucht es politische Bildung?

- Unser Beispiel Berlin: Projekt “Politik als Schulfach”

- Herausforderungen & Perspektiven für den Politikunterricht

- Diskussion: Wie sollten Gestaltung & Rahmenlehrplan aussehen?

Franz Kloth und Lucas Valle Thiele sind im Vorstand des Landesschülerausschuss (LSA) Berlin und Mitglieder der Initiative “Politik als Schulfach”, die in 4 Schüler*innengenerationen erfolgreich für die Facheinführung in Berlin gekämpft hat. Sie mögen Politik! Und sie freuen sich auf dich! 

Hatespeech - oder wie im Netz anders kommuniziert wird

Hate Speech gibt es leider viel im Netz. Aber wie darauf reagieren? Die Kommunikationsregeln im Netz sind andere als im Realraum. Daher ist auch nicht jede Reaktion aus dem Realraum übertragbar. Im Workshop wollen wir uns mit den Unterschieden von Kommunikation im Netz und Realraum beschäftigen und schauen, wie man auf Hate Speech reagieren kann.

Lambert Zumbrägel ist Dipl. Sozial- und Medienpädagoge und derzeit als Medienfachberatung des Bezirksjugendrings Unterfranken in allen Medienformaten unterwegs.   

Chancen und Perspektiven der Schulinklusion

Jerôme Laubenthal berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen mit Inklusion in der Schule und wird dabei verschiedene Perspektiven und Dimensionen von Inklusion verdeutlichen und möchte zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch im Plenum anregen.

Jerôme Laubenthal studiert Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit an der HTW Saarbrücken. Während seiner Schulzeit hat er sich für das Thema »Inklusion« in der Schule und Schülervertretung stark gemacht.  

Schulstruktur aus feministischer Sicht

Über Feminismus von heute und warum es Heidi Klum nichts angeht, ob wir Achselhaare haben. Im Workshop quatschen wir über Vorurteile mit denen alle Schüler*innen im täglichen Schulleben zu kämpfen haben. Und das alles ohne nerviges Fachgelaber was eh keiner versteht. Kathi freut sich auf euch 🙂

Kathi Lambers studiert Rechtswissenschaften in Köln und kickboxt.  

Das ist die Stadt!

Auf dieser Stadttour lernst du die Würzburger Stadtgeschichte aus globaler Perspektive kennen und entdeckst selbst, warum die Domstadt ein wunderbares Beispiel für das Zusammenfließen von Wissen, Kulturen und Fertigkeiten aus der ganzen Welt ist! Kulturen, Gesellschaften, Städte wurden und werden durch kulturelle Mischungen geprägt. Am Beispiel Würzburg kannst du entdecken wie, wo und wann das geschieht. Wir schärfen den Blick für die vielfältige Stadt, in der wir leben.

Oliver Berger hat Pädagogik und Philosophie in Würzburg und Paris studiert. Seit 2008 arbeitet als Teamer und Referent in den Freiwilligendiensten für verschiedene Träger. Seit 2014 ist er für die Jugendbildungsstätte Unterfranken als Trainer und Referent im Themenkreis rassismuskritischer Migrationspädagogik tätig. Dort arbeitet er mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen daran, wie Vielfalt gestaltet werden kann und dass Teilhabe nicht mehr nur als Privileg Einzelner verstanden wird.

 

Workshops Samstag 10:00 – 13:00 Uhr

"All-inclusive?" - Ist eine inklusive Didaktik möglich?

Paul spielt gerne Fußball, Ezras Eltern streiten gerade viel, Ina zeichnet lieber als Texte zu schreiben, Shpresa ist noch nicht lange in Deutschland und Penny hat sich ein Bein gebrochen. Sie alle sollen in 45min lernen wie man Gedichte interpretiert, wie Infinitesimalrechnung geht oder was Endoplasmatische Retikuli tun... Schule verlangt von vielen Kindern in genau der gleichen Zeit die gleichen Fortschritte. Dabei sind wir glücklicherweise alle unterschiedlich! In diesem Workshop stellen wir uns die Frage, ob es eine Art des Unterrichtens oder Lernens gibt mit der viele Menschen gemeinsam an einem Thema lernen können. 

Friederike Frank ist Mitglied des Kollektives stuhlkreis_revolte, welches gemeinsam supercoole Bildungsarbeit machen will. Als ehemalige Schüler*innenvertreterin und Sozialarbeiterin schlägt ihr Herz für alles was mit Bildung zu tun hat! Bestechlich mit Schokolade und guten Yogastunden.

Betzavta

Betzavta ist ein Trainingsansatz, um Vielfalt, Unterschiede und Entscheidungsfindung in Gruppen zu thematisieren. Es handelt sich um ein Trainingsprogramm, das 1988 vom Jerusalemer ADAM-Institut als Konzept zur Demokratie- und Toleranzerziehung in Israel entwickelt wurde. Betzavta Trainings eignen sich für Institutionen, Schulen und Privatpersonen. Über das eigene Erleben wird ein persönlicher und emotionaler Zugang zu den Inhalten Vielfalt, Demokratie und Toleranz geschaffen. Ziel ist es, Konflikte differenzierter wahrzunehmen, die eigenen Handlungsweisen in Konflikten neu zu bedenken und andere Formen des Umgangs damit zu finden. 

Jarka Simmering ist Bildungsreferentin der Jugendbildungsstätte Unterfranken und seit 12 Jahren in der interkulturellen und rassismuskritischen Bildungsarbeit tätig. Seit einem Jahr ist sie eine zertifizierte Betzavta Trainerin und begleitet zahlreiche Gruppen mit diesen Methoden.

Nachhaltig Schule verändern

Klimawandel ist eine große gesellschaftliche Herausforderung und hat eine ganze Menge mit deiner Schule zu tun, denn es geht um Gerechtigkeit und Beteiligung. Wir als Schüler*innen haben es in der Hand, Klimaschutz demokratisch zu gestalten, alle mitzunehmen und dadurch Schule zum Besseren zu verändern. Wie das geht, wie Klimawandel, Klimaschutz und Schulveränderung zusammen hängen und von welchen Projekten wir lernen können, kannst du in diesem Workshop erfahren. 

Emely Dilchert und Tayyab Mohammad sind Klima-Botschafter*innen im Projekt Schule·Klima·Wandel des SV-Bildungswerks.

Get knit done – gender-guerilla-knitting-Aktionen mit den Rausfrauen

Wer darf was im öffentlichen Raum? Wo kleben wir noch in alten Geschlechterrollenbildern? Und was hat das alles mit Demokratie zu tun? Solche und ähnliche Fragen stellt sich das Guerilla-Knitting-Kollektiv „Die Rausfrauen“ – daraus entstanden in den vergangenen Jahren mehrere Guerilla-Aktionen, Performances und Ausstellungen, die auf humoristische Weise mit Genderfragen, Wahrnehmungsperspektiven und traditionellen Handarbeitstechniken spielten. Rausfrau Ina Hermina stellt im Workshop nicht nur das Projekt vor und erklärt, was eine Rausfrau ist, sondern überlegt gemeinsam mit dir und den anderen Teilnehmer*innen, wie selbst eigene Aktionen vorbereitet und durchgeführt werden können. Außerdem lernst du auch gleich selbst einfache Häkeltechniken kennen, um das Gelernte sofort praktisch anzuwenden! Nadel Ahoi! 

Ina Hemmelman studierte an der LMU München Literatur- und Theaterwissenschaft. Während des Studiums und nach dem Magisterabschluss arbeitete sie freiberuflich für Verlage, Kunstprojekte sowie als Puppenspielerin. In performativ-künstlerischen Projekten setzt sie sich mit Geschlechter- und Körperdiskursen, traditioneller Handarbeit sowie der Gestaltung des öffentlichen Raumes auseinander. Beruflich ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der anstiftung tätig, für die sie ehrenamtliche Reparatur-Initiativen berät und vernetzt.

 

Workshops Samstag 15:00 – 18:00 Uhr

Können Schüler*innen Schule machen?

Stell dir vor, du wärst an einer Schule, an der es weder Noten noch verpflichtende Angebote gibt. Stell dir vor, du könntest selbst darüber entscheiden, was du wann, wie, wo und mit wem lernst. Stell dir vor, du könntest über die Verteilung des Schulbudgets mitentscheiden. Stell dir vor, du könntest über die Einstellung neuer Lehrkräfte mitentscheiden. Stell dir vor, du hättest die gleichen Rechte wie deine LehrerInnen. Und, was denkst du? Unmöglich? Nicht ganz. In unserem Workshop „Können SchülerInnen Schule machen?“ wollen wir zeigen wie genau das funktionieren kann – Schule in Händen der SchülerInnen – und wie eine demokratische Gesellschaft von demokratischen Schulen profitieren kann. 

Klara Heinemann hat die basisdemokratische Grund- und Werkrealschule Kapriole (Freiburg) und anschließend ein berufliches Gymnasium besucht und studiert nun an der Albert-Ludwigs-Universität. Während ihrer Schulzeit hat sie sich auf unterschiedliche Weise mit demokratischer Bildung auseinandergesetzt und in verschiedenen Gremien mitgewirkt. 

Emanzipatorische und partizipative politische Bildung am Beispiel einer "Koordinationsstelle Demokratiebildung"

In dem Workshop wird die Idee einer "Koordinationsstelle Demokratiebildung" an jeder Schule vorgestellt. Diese Stelle soll Freiräume an der Schule für politische Aktion und Teilhabe schaffen. Die Stelle soll nicht durch eine Lehrerkraft besetzt werden, sondern verfolgt einen emanzipatorischen und partizipativen Ansatz. Von der Schulgemeinschaft werden eine Lehrkraft, ein*e Schüler*in und nach Möglichkeit ein*e Sozialarbeiter*in gewählt. 

Doch was braucht so eine Koordinationsstelle? Was erwarten Schüler*innen von einer solchen Stelle und wie könnten sie sich einbringen? Welche Möglichkeiten gibt es Freiräume auch heute schon einzufordern. 

Steve Kenner ist Lehrer für die Fächer Politische Bildung und Spanisch. Derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Demokratie an der Leibniz Universität Hannover tätig. Arbeits- / Forschungsschwerpunkte: u.a. soziale (Jugend-)Bewegungen und demokratische Schulkultur.    

Planspiel "Geflüchtete an unserer Schule"

Demokratisch lernen mit Planspielen. Erlebe die Integrationsdebatte aus einer neuen Perspektive. Übernimm im Planspiel „Flüchtlinge an unserer Schule“ eine dir zugeloste Rolle und nutze die Diskussion rund um den Zuzug geflüchteter Menschen als Anlass dazu, über Grenzen von Meinungsvielfalt und Toleranz nachzudenken. 

Melanie Schmitt arbeitet für das Demokratiezentrum Baden-Württemberg in der "Fachstelle kompetent vor Ort gegen Rechtsextremismus" und ist erfahrene Planspiel-Entwicklerin. 

Mobbing im Schulalltag - was können Schüler*innen tun?

Das Wort Mobbing wird häufig verwendet, doch was unterscheidet Mobbing von einem Konflikt auf Augenhöhe? In diesem Workshop geht es nicht nur um Mobbing, sondern auch wie Schüler*innen in neu zusammengestellten Gruppen präventiv agieren können. Insbesondere beschäftigen wir uns auch mit dem Gruppenbildungsprozess nach Tuckman. 

Christa Habscheid unterrichtet Marhematik und Physik am Sophie- Hedwig- Gymnasium Diez. Dort ist sie auch zuständig für das Schülerkompetenzteam „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“. Zudem ist sie als Schulleitungsmitglied zentral verantwortlich für den Jugendmedienschutz. Christa Habscheid ist geschult und ausgebildet in der Mobbing-Interventionsmethode des "No blame approach".  

Satire als mahnender Zeigefinger? - Mit Humor gegen Menschenfeindlichkeit!

Was ist Satire? Was darf sie? Und wann ist sie gelungen? Keine einfache Frage in Zeiten allgegenwärtiger Onlineformate, seichter Unterhaltung und polarisierenden Extrembeispielen. Wir stellen uns die Frage, was Satire in der Gesellschaft leisten kann, um auf Missstände und Diskriminierungen hinzuweisen, wie sie aufgebaut sein muss und was jeder von uns im eigenen Alltag tun kann, um auf humorvolle Weise Courage zu zeigen. Dazu analysieren und bewerten wir Beispiele, diskutieren Grenzfälle und versuchen uns an eigenen kleinen Produktionen. 

Fabian Müller, aus Rheinland-Pfalz, studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Bildungswissenschaften, arbeitete früher u.a. für die Landeskoordination von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und in einer KZ-Gedenkstätte. Aktuell pädagogischer Mitarbeiter bei einer NGO im Saarland im Bereich Extremismusprävention, Demokratiepädagogik und Menschenrechtsbildung.  

 

Nachtstudios (Donnerstag und Freitag ab 21:00 Uhr)

Gedichte auf Gebärdensprache

Beschreibung folgt

Fabian Bross

Kongress-Banner malen

Statt im Vorhinein ein Banner für die Bühne drucken zu lassen, möchten wir das Banner von Schüler*innen selbst gestalten lassen. So verändert sich unser Bühnenbild jeden Tag und ist nach den Wünschen der Teilnehmenden gestaltet.

Was ist das für 1 Liebesleben? Polyamorie, Offene Beziehung, Beziehungsanarchie & freie Liebe

Zu wahrer Liebe gehört Treue? Lieben kann man nur eine oder einen? Menschen, die in einer offenen Beziehung sind, können sich einfach nicht festlegen und sind bindungsunfähig? Monogamie ist eine von vielen Möglichkeiten, Beziehungen zu leben. Gleichzeitig ist sie die soziale Norm – deshalb werden alle anderen Beziehungsmodelle oft abgewertet oder kritisch beäugt. Wir wollen uns mit alternativen Beziehungsmodellen auseinandersetzen. Was heißt eigentlich Polyamorie, offene Beziehung, Beziehungsanarchie, freie Liebe? Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Wenn ihr Lust habt, euch über alternative Beziehungsformen zu informieren und auszutauschen, seid ihr hier genau richtig. Wir haben Videos, Texte und Diskussionsfragen dabei – und plaudern auch gerne aus unserem Poly-Nähkästchen 😉

Meggi & Jana (ABqueer)

Neonazismus und "neue" Rechte - Ursprünge, Überzeugungen und Umgänge

Neonazismus und vor allem die „neue“ Rechte haben gerade Aufwind. Auf der einen Seite werden die nationalistischen und autoritären Töne immer lauter, die "Grenze des Sagbaren“ wird beständig verschoben und rechte Gewalt nimmt zu; auf der anderen Seite wird versucht das „Konservative zurückzuerobern“, es wird sich "bürgerlich gegeben“. Wir wollen zusammen schauen, welche Gruppierungen und Strömungen sich am „rechten Rand“ tummeln, welche Überzeugungen dahinter stecken, aber auch, wie sich diesen begegnen lässt.

Flo

Gönn-Dir-Theaterstudio

Zum Abend drehen wir nochmal auf: Zeit für Improtheater! Wir verpacken eure Stories und Ideen in kleine Szenen. Ob Slapstick-Comedy oder Drama, Drama, Drama: Ihr sagt, worauf ihr Bock habt und gemeinsam schauen wir, wo der Abend hinsteuert. Vorkenntnisse im Theaterspielen sind nicht erforderlich - viel wichtiger sind eure Spielfreude, eure Kreativität und ein Quäntchen Humor.

Fabian

Lachyoga

Übe dich darin, längere Zeit am Stück zu lachen und das ganz ohne jeglichen äußeren „Grund“. Befreie dich mehr und mehr davon, äußere Umstände zu benötigen, um laut, herzlich und ehrlich aus dir heraus zu lachen.

So kannst du in allen Phasen deines Lebens, in „guten“ und auch in „schlechten“ Zeiten von den gesundheitlich positiven und psychologisch wertvollen Effekten des Lachens profitieren. Auch hilft dir das Training, durch schwere und anstrengende Phasen deines Lebens deutlich besser und schneller „hindurchkommen“ sowie schnell und effektiv Stress abzubauen.

Sabine

Deine Ideen, dein Talent: Dein Nachtstudio

Du hast Lust eines der Nachtstudios (1-2 Stunden) selbst zu gestalten und anderen Jonglieren, Theaterspielen oder Kartentricks beizubringen? Oder dir brennt ein Thema auf der Seele, dass du dringend mit anderen diskutieren willst? Auf dem Kongress kannst du selbst ein Angebot machen. Wenn du es vorher schon weißt, schreib uns eine Mail an sv-kongress[at]sv-bildungswerk.de 

 

Bring dich ein!

Du hast Lust eines der Nachtstudios (1-2 Stunden) selbst zu gestalten und anderen Jonglieren, Theaterspielen oder Kartentricks beizubringen? Oder dir brennt ein Thema auf der Seele, dass du dringend mit anderen diskutieren willst? Schreib uns eine Mail an sv-kongress[at]sv-bildungswerk.de und übernimm selbst einen Teil des Programms!

Die Anmeldung ist geschlossen.