OBESSU Konferenz „School Methods 2020“

logo-2-2Vom 31. Oktober bis 6. November fand die OBESSU Konferenz „School Methods 2020“ in Tallinn statt. Sie wurde gemeinsam mit der estnischen Schüler*innenvertretung ESCU organisiert und von Erasmus+ finanziell gefördert. Für uns nahmen unsere kürzlich ausgebildeten SV-Berater*innen und Mitglieder Lukas Böhm und Viktoria Lachenmaier sowie Marvin Müller aus unserem Vorstand teil. Das wichtigste Ziel dieser Konferenz war es, innovative Schulmethoden in ganz Europa zu verbreiten.

Nach dem üblichen Kennenlernprozedere, der Regelfestsetzung und Erwartungsabfrage ging der inhaltliche Teil der Veranstaltung los. Am Beispiel vom Falten eines Origami-Kranichs konnten wir sehr praktisch verschiedene Lernmethoden kennenlernen (Frontalunterricht, audiovisuelles Lernen, Peer-to-Peer Lernen…). Später lernten wir den Rahmen der Veranstaltung kennen, unter anderem den „Structured Dialogue“, ein Partizipationsprozess in dem Jugendliche mit Entscheider*innen in Kontakt kommen, und die Zielsetzung des Erasmus+-Projekts.  Wir tauschten uns außerdem mit den über 30 anderen Delegierten aus ganz Europa über die Situation der Schulmethoden in den verschiedenen Ländern aus.

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Ein Highlight der Veranstaltung war der Besuch im estnischen Parlament und das Gespräch mit der estnischen Bildungsministerin Mailis Reps, auch wenn es recht kurz und sehr monologisch ausfiel. Für weitere Fragen standen uns aber im Anschluss noch zwei Ministeriumsmitarbeiterinnen zur Verfügung und der Besuch wurde schließlich mit einer Führung durch das estnische Parlament ergänzt. Anschließend teilte sich die Gruppe auf und wir besuchten zwei Innovationszentren (Mektory und Hitsa) und lernten dort viele innovative Gadgets kennen, die uns gute Anregungen für fortschrittlichen Unterricht gaben. Von einem sprechenden Baum über einen „Future Classroom“ mit 360° Kamera bis hin zu kinetischem Sand war alles dabei. Abgerundet wurde der Tag mit einem freien Nachmittag, den wir alle nutzen, um die Stadt Tallinn zu erkunden.

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Nach der Evaluation dieses Tages außerhalb des Seminarraums starteten wir die Arbeit an einem Forderungspapier für Schulmethoden im Jahr 2020. In verschiedenen Feedback- und Partizipationsschleifen arbeiteten wir in mehreren Themengruppen intensiv zusammen und so konnten wir am Ende der Veranstaltung eine Reihe von Forderungen an den OBESSU Vorstand übergeben, der mit diesen einen Antrag für die nächste Mitgliederversammlung ausarbeitet.

Als letztes ging es ganz konkret darum, wie wir innovative Schulmethoden verbreiten können und wir haben dafür verschiedene Stakeholder in unserem Bildungssystem analysiert. Hierüber haben wir uns noch in zwei „Kurzdates“ mit anderen Länder-Delegationen ausgetauscht und erarbeiteten schließlich einen Maßnahmenplan für uns persönlich und unsere Organisation. Am Schluss des Seminars verbreiteten wir unsere wichtigsten Ergebnisse in einer Mini-Social Media-Kampagne – unter dem Hashtag #SM2020 könnt ihr viele Forderungen aus unserem Forderungspapier z.B. auf Facebook oder Twitter nachlesen.

Vielen Dank von unserer Seite an OBESSU und insbesondere ESCU für die hervorragende Organisation der Veranstaltung!

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